Kaum zu glauben, aber tatsächlich neigt sich erneut ein Jahr dem Ende zu. Zugleich steht damit wieder Weihnachten vor der Tür. Unweigerlich denken wir dabei an Geschenke. Kein Wunder, schließlich haben wir Menschen dabei das größte Geschenk überhaupt erfahren: Jesus Christus kam in die Welt, damit Gott dadurch seine Liebe zu den Menschen zeigt.

Der Mensch wird also völlig unverdient beschenkt, wir nennen das Gnade. Jesus, der Messias, wurde Mensch und ermöglicht uns Frieden mit Gott, er bietet Erlösung.

Das Geben und Nehmen ist ein zwischenmenschliches Grundbedürfnis und zeigt Menschlichkeit auf. Das sehe ich schon bei meinen kleinen Zwillingstöchtern. Wenn sie ein leckeres Essen bekommen, müssen auch Mama, Papa und vor allem der Hund davon profitieren.

Das Beachtliche dabei ist ja, dass unsere Kinder nur teilen können, was sie selbst zuvor erhielten. Bei uns Menschen ist es grundsätzlich so: Wir können Gott nichts zurückgeben, was wir nicht zuvor von ihm empfangen hatten. Wir können ihn also nur beschenken, weil er uns selbst zuvor mit Gaben beschenkt hatte.

Diese Gaben zeigen die Beziehung zwischen Gott und Menschen auf, indem Gott immer der primäre Geber, die Ursache ist. Denn: Der Herr beschenkt, damit wir weitergeben:

  • Gott gab seinen Sohn Jesus als kostbares Geschenk in die Welt.
  • Christus hat sein Leben gelassen, damit wir errettet werden können.
  • Jesus gab alles, so dass auch wir aufgefordert sind, alles zu geben.

Dies zeigt uns auf, dass wir jeden Tag aufs Neue Gott für all seine Gaben danken können. Und in der Adventszeit wollen wir uns daran erinnern, dass wir von Gott das größte Geschenk überhaupt bekommen hatten: Sein Sohn Jesus kam in die Welt. Und dieses Geschenk können und dürfen wir nicht für uns behalten. Wir wollen anderen, unseren Mitmenschen, davon berichten. Und Gott selbst wollen wir auch alles von uns geben, unser Leben.