Wer ist schuld?

Meiner Empfindung nach wird diese Frage gerade in der Zeit der Corona Krise immer häufiger gestellt. Ein oder mehrere „Übeltäter“ werden gesucht, die für die Entstehung bzw. Ausbreitung des Virus verantwortlich sind.

Wenn keiner gefunden wird, entstehen schnell Verschwörungstheorien, die angeblich doch noch jemanden gefunden habe. Diese Theorien behaupten z.B., dass die „schuldige“ Person oder Gruppe das Weltende beabsichtigen und dies auch erreichen werden. Wir allen seien somit in der Endzeit.

So weit einige Aussagen zum aktuellen Geschehen. Aber was hält Gott von diesen Ansichten? Was sagt die Bibel dazu?

Die Bibel zeigt uns auf, dass es schon immer Krisen und Katastrophen gab. Und diese auch in Zukunft geben wird. Mehr noch: Diese Phasen erreichen alle Menschen, unabhängig von ihrem Glauben. Somit erleiden auch Christen Schwierigkeiten und Nöte im Leben und sind von Leid nicht ausgenommen.

Die Vergangenheit hat genau das gezeigt und damit diese Aussagen Gottes bestätigt.

Die Geschichte zeigte aber auch: Gott ist bei uns. Er handelt und schaut nicht untätig zu. In Hochphasen wie in Krisenzeiten. Er begrenzt die Bosheit der Menschen, damit diese nicht ungebremst wüten.

Wir sehen das bei sehr vielen Beispielen in der Bibel. Hier nun einige Auszüge:

  • Der Sündenfall, als Gott die Menschen aufgrund ihres Ungehorsams aus dem Paradies geworfen hatte, damit sie nicht ewig leben (siehe 1. Mose 3).
  • Die Sintflut, als Gott den Großteil der Menschheit aufgrund der vielen Sünden vernichtet hatte (siehe 1. Mose 5 und 6).
  • Der Turmbau zu Babel, als Gott die Menschheit aufgrund ihres Stolzes zerstreut hatte (siehe 1. Mose 11, 1 – 9).
  • Die Menschen in Jesu Heimstadt Nazareth wollten ihn bereits nach einer seiner ersten Predigten töten. Aber die Zeit für seinen Tod war noch nicht da, so dass er mühelos entkam, indem er einfach „mitten durch die Menschenmenge durchgeht“ (siehe Lukas 4, 28 – 30).

Das alles verdeutlicht, dass Gott bzw. Jesus Christus immer gehandelt hat. Auf ihn ist Verlass. Er hat die Schöpfung nicht verlassen, sondern er ist zuverlässig. Sowohl in der Vergangenheit wie auch in der Zukunft.

Das können wir z.B. im langen Kapitel 24 vom Matthäus Evangelium nachlesen. Dort spricht Jesus über die Endzeit und verkündigt, dass er dennoch bei uns ist.

Wir wollen festhalten: Auch wenn die Situation scheinbar völlig aussichtlos wirkt,

Gott ist da.

Gott handelt.

Spätestens rechtzeitig.

Wenn wir also Angst haben, dass hinter dem Coronavirus „böse Mächte“, eine Schattenregierung, Verschwörungen oder ähnliches stecken, müssen wir bedenken:

Gott ist mächtiger. Er begrenzt das Ausmaß von allem Bösen.

Wir wollen somit nicht die „Schuldigen“ suchen, sondern stattdessen Gott suchen. Uns an ihn wenden, ihm glauben und vertrauen.

Dieser Tatsache entsprechend ist Angst unlogisch.

Ich brauche mich nicht vor einer übermächtigen Bosheit fürchten, sondern kann stattdessen dem allmächtigen Gott vertrauen.

  • Somit lade ich Sie herzlich ein, zu diesem Gott zu beten und ihm all Ihre Ängste und Befürchtungen abzugeben.
  • Mit ihm zu reden und Ihre persönlichen Anliegen zu nennen.
  • Aber auch ihm für alles Schöne in Ihre Leben zu danken.

Gott segne Sie!